30. Juli 2026

Break Bulk – Seetransport von Schwergut und Projektfracht

Als „Break Bulk“ bezeichnet man den Seetransport von Gütern, die zu groß, zu schwer oder so geformt sind, dass sie nicht in einen Standardcontainer passen.

Wie funktioniert der Stückguttransport?

Bei der Stückgutabfertigung wird jedes einzelne Stück Fracht entsprechend seiner Art behandelt, bevor es an Bord verladen und gesichert wird.

  • Verpackung: Bestimmte Güter, wie beispielsweise Stahlcoils oder Papierrollen, werden vor dem Verladen in Kisten, Fässer oder auf Paletten verpackt. Andere Güter, wie beispielsweise schwere Maschinenteile, erfordern keine Verpackung und werden direkt an Bord verladen.  
  • Verladung: Die Ladung wird mit Seilen, Ketten und Spezialausrüstung gesichert, damit sie während der gesamten Fahrt fest an ihrem Platz bleibt.

Welche Güter werden als Stückgut transportiert?

Der Begriff „Break Bulk“ wird für Güter verwendet, die nicht in einem Container gestapelt werden können, sondern als eigenständige Einheiten behandelt werden müssen. Dazu gehören unter anderem:  

  • Projektfracht: Windkraftanlagenkomponenten, Gasturbinen und Industrieanlagen
  • Stahl und Metall: Coils, Bleche und Rohre
  • Papierprodukte: Papierrollen, unter anderem für Druckereien
  • Fahrzeuge und Maschinen: Schwerlastfahrzeuge und Baumaschinen

Stückgut vs. Schüttgut – worin besteht der Unterschied?  

Break-Bulk- und Dry-Bulk-Fracht sind beides Formen des Seetransports ohne Container, unterscheiden sich jedoch in der Art und Weise, wie die Fracht umgeschlagen wird. Break-Bulk-Fracht, wie beispielsweise Coils oder Papierrollen, wird einzeln gezählt und umgeschlagen. Dry-Bulk-Fracht, wie beispielsweise Getreide oder Mineralien, wird direkt in den Laderaum geschüttet und nach Gewicht oder Volumen gemessen.  

Zusammen bilden diese beiden Transportarten unsere wichtigsten Formen der Massengutbeförderung, und die Art der Fracht entscheidet darüber, welche Lösung am sinnvollsten ist.

Warum ist die Stauerei beim Stückgut so wichtig?  

Der Umschlag ist für Stückgut von entscheidender Bedeutung, da er die eigentliche Verbindung zwischen Schiff und Land darstellt, über die die Fracht an Bord und weiter an Land gelangt. Da jedes Frachtstück einzeln umgeschlagen wird, kann bereits eine einzige Fehlplatzierung zu Verzögerungen oder Schäden an Fracht im Umfang von mehreren Tonnen führen, was hohe Anforderungen sowohl an die Ausrüstung als auch an die Erfahrung stellt.

Dazu sind die richtigen Kräne, geschultes Personal und ein für diese Aufgabe geeigneter Terminal erforderlich. Eine gute Umschlagarbeit stellt sicher, dass das Schiff nicht unnötig lange im Hafen liegt und dass die Ladung in demselben Zustand am Bestimmungsort ankommt, in dem sie verladen wurde.

H. Daugaard Ihr Partner für Stückgut  

Als Reederei wickeln wir Stückguttransporte von den kaisnahen Terminals in Kolding und Vejle ab, die über einen direkten Anschluss an das Schienen- und Autobahnnetz verfügen. Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung im Transport schwerer und komplexer Güter wickeln wir jährlich über 300 Schiffsanläufe mit Ladungen von 1.500 bis 8.000 Tonnen ab.

Unsere Terminals verfügen über Hallenkräne, die speziell für Stahlprodukte ausgelegt sind, und wir sind nach ISO 9001, ISO 14001 und SQAS zertifiziert. Wir kümmern uns um den gesamten Ablauf – von der Befrachtung und Zollabfertigung bis hin zum Entladen, der Lagerung und dem Weitervertrieb.

FAQ

Unter „Break-Bulk-Transport“ versteht man den Seetransport von Gütern, die zu groß, zu schwer oder so geformt sind, dass sie nicht in einen Standardcontainer passen. Die Güter werden einzeln mit Kränen an Bord gehoben und umgeschlagen, anstatt zusammen mit anderen Gütern in einem Container verstaut zu werden.

Projektfracht sind große Sendungen, die in der Regel aus mehreren Komponenten für ein Industrie- oder Bauprojekt bestehen, wie beispielsweise Windkraftanlagenkomponenten, Gasturbinen oder Industrieanlagen. Da Projektfracht selten in einen Standardcontainer passt, wird sie häufig als Stückgut transportiert.

Ein Break-Bulk-Schiff ist ein speziell gebautes Frachtschiff mit verstärkten Decks und eigenen Kränen an Bord – im Gegensatz zu gewöhnlichen Containerschiffen. Dadurch ist das Schiff in der Lage, schwere Güter selbst zu be- und entladen, ohne auf Krananlagen am Kai angewiesen zu sein.

Der Seetransport verursacht pro transportierter Tonne deutlich weniger CO₂-Emissionen als der Lkw-Transport, sofern die Frachtmenge groß genug ist, um die Kapazität des Schiffes auszuschöpfen. Dies macht den Stückguttransport zu einer ökologisch sinnvollen Wahl auf langen Strecken, auf denen die Fracht nicht in Containern befördert werden kann.